Elektroinstallationen im Außenbereich
Sommer, Sonne...Gartenzeit! Für viele Menschen gibt es nicht schöneres als sich bei strahlender Sonne um den Garten zu kümmern. Dazu kommen Gartenpartys mit Musik, Grillabende und Besuche von Bekannten, die es sich mit Blick auf den Garten auf der Terrasse bei Kaffee und Kuchen gemütlich machen. Damit alles gut zur Geltung kommt und funktioniert wird Licht und Strom benötigt. Im Garten und im Außenbereich stehen dabei besondere Sicherheitsvorschriften ganz oben auf der Liste.
Sicherheit im Garten
Um die Sicherheit der Außeninstallation zu gewährleisten, gibt es spezielle Vorschriften. Außensteckdosen beispielsweise müssen aus einem Innenraum bedient werden können und einen Klappdeckel besitzen. Da ein Eindringen von Feuchtigkeit jedoch niemals zu 100 % verhindert werden kann, benötigen alle Steckdosen-Stromkreise draußen einen FI-Schalter (Fehlerstrom-Schutzschalter), der im Fall der Fälle weiteren Schaden verhindert. Ein eigener FI-Schutzschalter sollte immer für den Außenbereich zum Einsatz kommen
Solche SCHUKO-Steckdosen, beispielsweise von Gira, sind mit einem Klappdeckel ausgestattet, der auf Wunsch sogar abschließbar ist. So kann eine unerwünschte Stromentnahme, beispielsweise durch die Nachbarn, wenn sie selbst gerade im Urlaub sind, verhindert werden. Gleichzeitig sind die Außensteckdosen wetterfest und spritzwassergeschützt (Schutzart IP44), UV-beständig, schlag- und bruchfest. Sie vertragen also Regen, Schneefall und Wasserspritzer von Rasensprengern.
Beachten Sie: Bei der Beleuchtung reicht für viele Anwendungen im Garten die Schutzart IP44 aus. Sie sind gegen Spritzwasser und das Eindringen von Fremdkörpern geschützt, die kleiner als 1 mm sind. Bodeneinbauspots hingegen sind deutlich mehr Nässe ausgesetzt sind als Pollerleuchten, darum raten wir bei Bodeneinbauspots zur Schutzart IP67. Diese sind vollständig gegen Berührungen geschützt und vertragen zeitweiliges Untertauchen.
Bildquelle: JUNG
Erdkabel und Leerrohre
230 Volt Erdkabel sind nützlich, z.B. wenn Sie mehrere helle Pollerleuchten im Garten haben möchten oder generell weiträumig im Gebiet verteilte Stromanschlüsse nutzen wollen. Wichtig: Herkömmliche Stromkabel dürfen im Außenbereich nicht in der Erde verlegt werden. Die natürliche Feuchtigkeit und die allgemeinen Belastungen im Boden würden die Isolierung binnen kurzer Zeit zerstören. Für dieses Einsatzart gibt es spezielle Erdkabel mit einer dicken und sehr robusten PVC-Ummantelung. Bei diesen Kabeln sind die Adern dauerhaft vor Feuchtigkeit, chemischen Einflüssen, Frost und Nagetieren geschützt.
Besondere Vorschriften
Für Erdkabel gelten viele besondere Vorschriften: Beispielsweise müssen Sie tief genug verlegt werden. Diese Tiefe kann je nach darüberliegender Nutzung variieren, damit es nicht zu Druckbeschädigungen kommen kann. Empfehlenswert ist es, die Erdkabel in eine Sandschicht einzubetten, damit sich später keine spitzen Steine in das Kabel drücken können.
Trassenwarnband und Leerrohre
Zum Schutz vor Nagern und anderen Tieren ist es ratsam, die Kabel in Leerrohren zu verlegen. Das sind starre PVC-Rohre, denen Tierzähne nichts anhaben können. Außerdem sollte 15-20 cm über dem Kabel ein gelbes Trassenwarnband gelegt werden, damit Sie später beim Graben mit dem Spaten zuerst das Warnband sehen und nicht direkt auf das Kabel treffen.
ACHTUNG LEBENSGEFAHR!
Wichtig: Sobald 230 Volt im Außenbereich genutzt wird, besteht bei Fehlern Lebensgefahr! Aus diesen Grund sollten Sie nur erfahrene Fachunternehmen damit beauftragen. Für solche Installationen ist eine Elektrofachkraft gesetzlich vorgeschrieben.
Energiesäulen
Genügend Stromanschlüsse überall im Garten - das bieten Energiesäulen, die in den unterschiedlichsten Größen und Formen angeboten werden. Neben reinen Energiesäulen gibt es auch Ausführungen mit integrierter Beleuchtung, die durch die konstant bleibende Spannung des 230 Volt-Anschlusses im Gegensatz zu Niedervoltsystemen auch bei sehr langen Kabelwegen die volle Lichtleistung bieten.
Strom da, wo sie ihn brauchen
Energiesäulen, wie beispielsweise die im Bild von Gira, lassen sich stabil im Garten installieren und werden mit Erdkabeln an die elektrische Installation des Wohnhauses angeschlossen. Sie dienen als Verteiler und sorgen für genügend Stromanschlüsse im Garten. Überall dort, wo regelmäßig Strom gebraucht wird, kann so eine Säule installiert werden. So können zu lange Kabel im Garten und die damit verbundenen Stolperfallen vermieden werden.
Lange Kabel im Garten vermeiden
Leider gibt es keine Statistiken, wie oft Verlängerungskabel im Garten mit Heckenscheren oder Rasenmähern durchtrennt werden, jedoch ist die Zahl vermutlich hoch. Aus diesem Grund ist auch der FI-Schutzschalter für den Außenbereich so wichtig. Wenn nur vereinzelt Stromanschlüsse vorliegen, können Sie wegen der Unfallgefahr darüber nachdenken, ob Sie auf Rasenmähroboter und akkubetriebene Gartengeräte zurückgreifen wollen.
Lichtsäulen und Pollerleuchten
Bild: Brumberg Leuchten
Bild: Brumberg Leuchten
Bild: Brumberg Leuchten
Bild: Brumberg Leuchten
Bild: Brumberg Leuchten
Bild: Brumberg Leuchten
Gegenüber Solarleuchten und Niedervolt LED-Systemen (12V/24V) gibt es deutliche Vorteile, die für 230 Volt Pollerleuchten oder Lichtsäulen sprechen. Das wären zum Beispiel die Punkte Leistung, Zuverlässigkeit, Nachhaltigkeit und Funktionalität.
Kein Vergleich zu LED- & Solarleuchten
Während LED- und Solarleuchten oft aus leichtem Kunststoff hergestellt werden, bestehen Pollerleuchten von namhaften Herstellern in der Regel aus langlebigen Komponenten wie Edelstahl oder Aluminium-Druckguss. Billige Kunststoff-Produkte ermatten schnell, haben oft viel zu wenig Leistung und sind nicht auf jahrelangen Gebrauch ausgerichtet. Oft schwächeln die Akkus bereits nach ein bis zwei Jahren und der Kunststoff wird matt, spröde und unansehnlich. Gute 230 Volt-Leuchten halten oft Jahrzehnte. Während man Leuchtmittel bei 230 Volt-Leuchten einfach austauschen kann, muss man Solar- oder LED-Leuchten wegwerfen, um sie komplett neu zu kaufen. Neben dem zusätzlichen Kauf ist das sehr schädlich für die Umwelt, da wieder Plastik auf einem Müllberg landet.
Lichtsäulen
Wussten Sie, dass es bei Niedervoltsystemen einen Spannungsabfall gibt, je länger die Kabelwege sind? Gerade bei der Ausleuchtung von Einfahrten spielt die Lichtleistung eine sehr große Rolle. 230 Volt Modelle können lange Wege und große Gartenflächen besser ausleuchten, weil sie in der Regel deutlich höhere Lumenwerte erreichen. Sie können sich zudem die Leuchtmittel aussuchen, da gute Pollerleuchten oder Lichtsäulen über Standardfassungen verfügen. Sie möchten z.B. ein Gartenlicht über einen Sprachassistenten bedienen? Schrauben Sie ein Smart-Home-Leuchtmittel (z.B. Phillips Hue) in die Fassung und schon kann dieses Licht mit Alexa und Co. bedient werden. 230 Volt-Leuchten können allgemein einfach an Bussysteme (KNX), an Bewegungsmelder und Schalter angeschlossen werden.
Sie benötigen Elektroinstallationen im Außenbereich?
Gern beraten wir Sie zu dem, was wir als Elektrofachbetrieb alles für Sie machen können. Nehmen Sie dazu einfach Kontakt zu uns auf.